Die Verwendung und Rolle von Celluloseether in verschiedenen Baumaterialien
Celluloseether ist ein nichtionisches, halbsynthetisches Polymer, das sowohl wasser- als auch lösungsmittellöslich ist und in verschiedenen Industrien unterschiedliche Funktionen erfüllt. Beispielsweise hat es in chemischen Baustoffen folgende Funktionen:
① Wasserrückhaltemittel ② Verdickungsmittel ③ Nivellierungsmittel ④ Filmbildner ⑤ Bindemittel
In der PVC-Industrie dient es als Emulgator und Dispergiermittel; in der pharmazeutischen Industrie als Bindemittel und Trägermaterial für die verzögerte und kontrollierte Wirkstofffreisetzung. Gerade weil Cellulose vielfältige Funktionen in Verbundwerkstoffen erfüllt, findet sie ein breites Anwendungsspektrum. Im Folgenden werden die Verwendung und die Rolle von Celluloseether in verschiedenen Baustoffen näher erläutert.
(1) In Wandkitt:
In den meisten Städten unseres Landes wird derzeit wasser- und abriebfeste, umweltfreundliche Spachtelmasse geschätzt. In den ersten Jahren kam es jedoch vor, dass die Verwendung von Baukleber, der aus Polyvinylalkohol und Formaldehydacetal hergestellt wurde, gesundheitsschädliche Formaldehydgase freisetzte. Daher wurde dieses Material nach und nach durch Produkte der Celluloseether-Serie ersetzt. Cellulose ist somit der wichtigste Rohstoff für umweltfreundliche Baustoffe.
Wasserfeste Kittmassen werden in Trockenpulverkitt und Kittpaste unterteilt. Für beide Arten werden üblicherweise modifizierte Methylcellulose und Hydroxypropylmethylcellulose verwendet. Die Viskosität liegt in der Regel zwischen 30.000 und 60.000 cP. Die Hauptfunktion der Cellulose im Kitt besteht in der Wasserbindung, der Haftung und der Schmierung. Da die Rezepturen der verschiedenen Hersteller variieren – manche enthalten beispielsweise graues oder leichtes Calcium, Weißzement usw., andere Gips, graues oder leichtes Calcium –, unterscheiden sich auch die Viskosität und die Menge der Cellulosebeimischung. Üblicherweise wird eine Menge von etwa 2–3 ‰ hinzugefügt. Beim Verspachteln von Wänden weist der Untergrund eine gewisse Wasseraufnahme auf (Ziegelwände ca. 13 %, Beton ca. 3–5 %). Hinzu kommt die Verdunstung von außen. Verliert die Spachtelmasse zu schnell Wasser, kann dies zu Rissen, Abplatzungen und anderen Problemen führen und somit ihre Festigkeit beeinträchtigen. Die Zugabe von Zelluloseether kann dieses Problem lösen. Die Qualität des Füllstoffs, insbesondere des grauen Calciums, ist dabei jedoch von entscheidender Bedeutung.
Weil Cellulose besitzt eine hohe ViskositätDadurch wird nicht nur die Haftung der Spachtelmasse verbessert, sondern auch das Hängenbleiben beim Bauen verhindert und das anschließende Abkratzen erleichtert und arbeitssparender gestaltet. Dem Trockenpulverspachtel sollte Celluloseether in angemessener Menge zugesetzt werden, was die Herstellung und Anwendung vereinfacht. Füllstoffe und Additive lassen sich gut mit dem Trockenpulver vermischen, was die Verarbeitung ebenfalls erleichtert. Die richtige Wassermenge vor Ort ist entscheidend.
(2) Betonmörtel:
Um die endgültige Festigkeit des Betonmörtels zu erreichen, muss die Zementhydratation vollständig ablaufen. Dies gilt insbesondere für Bauarbeiten im Sommer, bei denen der Wasserverlust des Betonmörtels zu schnell ist. Maßnahmen zur vollständigen Hydratation mittels Beregnung führen jedoch zu Ressourcenverschwendung und sind umständlich. Das Problem besteht darin, dass das Wasser nur an der Oberfläche vorhanden ist und die innere Hydratation noch nicht abgeschlossen ist. Daher bietet sich die Zugabe von Cellulose als Wasserrückhaltemittel an. Üblicherweise werden Hydroxypropylmethylcellulose oder Methylcellulose mit einer Viskosität zwischen 20.000 und 60.000 cP verwendet. Durch die Zugabe von 2–3 % kann die Wasserrückhalterate auf über 85 % erhöht werden. Das Trockenpulver wird gleichmäßig in das Wasser eingerührt.
(3) in Stuckputz, Haftputz, Einbettputz:
Mit der rasanten Entwicklung der Bauindustrie steigt auch der Bedarf an neuen Baustoffen. Aufgrund des wachsenden Umweltbewusstseins und der kontinuierlichen Verbesserung der Baueffizienz haben sich zementgebundene Gipsbaustoffe rasant weiterentwickelt. Zu den gängigsten Gipsprodukten zählen derzeit Streichputz, Haftputz, Einbettputz und Fliesenkleber. Streichputz ist ein hochwertiger Putz für Innenwände und Deckenplatten. Er sorgt für eine feine und glatte Wandoberfläche, ohne dass Pulver abfällt, und verbindet sich fest mit dem Untergrund, ohne zu reißen oder abzublättern. Zudem ist er feuerhemmend. Haftputz ist ein neuartiger Klebstoff für Leichtbauplatten. Er besteht aus Gips als Basismaterial und enthält verschiedene Zusatzstoffe. Er eignet sich zum Verkleben aller Arten von anorganischen Wandbaustoffen und zeichnet sich durch seine Ungiftigkeit, Geruchsneutralität, schnelle Aushärtung und schnelle Haftung aus. Es eignet sich zum Verbinden verschiedener Arten anorganischer Bauwandmaterialien und zeichnet sich durch Ungiftigkeit, Geruchlosigkeit, schnelle Aushärtung, feste Haftung und weitere Eigenschaften aus. Es dient als Trägermaterial für die Konstruktion von Bauplatten und -blöcken; Gips-Dichtmasse ist ein Fugenfüller zwischen Gipsplatten sowie ein Reparaturfüller für Wände und Risse.
Diese Gipsprodukte erfüllen verschiedene Funktionen. Neben Gips und den zugehörigen Füllstoffen spielt die Zugabe von Celluloseether-Additiven eine entscheidende Rolle. Da Gips in wasserfreien und halbwasserfreien Gips unterteilt wird, beeinflussen die unterschiedlichen Gipsarten die Produkteigenschaften unterschiedlich. Daher bestimmen Verdickung, Wasserrückhaltung und Verzögerung die Qualität der Gipsbaustoffe. Häufige Probleme dieser Materialien sind Hohlraumbildung und Rissbildung, wodurch die anfängliche Festigkeit nicht erreicht wird. Um dieses Problem zu lösen, muss der geeignete Cellulose- und Verzögerer-Verbundstoff ausgewählt werden. In diesem Zusammenhang werden üblicherweise Methyl- oder Hydroxypropylmethyl Bei 30.000–60.000 cps beträgt die Zugabemenge 1,5–2 %. Dabei handelt es sich um Zellulose, die als Verzögerer und Schmierstoff dient. Reicht die alleinige Verwendung von Zelluloseether als Verzögerer nicht aus, muss zusätzlich Zitronensäure als Verzögerer zugesetzt werden; dies beeinträchtigt die Anfangsfestigkeit nicht.
Die Wasserrückhalterate bezieht sich im Allgemeinen auf den Zustand ohne externe Wasseraufnahme, also auf den natürlichen Wasserverlust. Ist die Wand trocken, nimmt das Material zu schnell Wasser durch Oberflächenwasseraufnahme und natürliche Verdunstung auf, was zu Hohlräumen und Rissbildung führen kann. Diese Anwendungsmethode ist für die Mischung von Trockenpulver vorgesehen; die Zubereitung der Lösung kann in der entsprechenden Dokumentation beschrieben werden.
(4) Wärmedämmmörtel
Wärmedämmmörtel ist ein neuartiges Dämmmaterial für Innenwände. Es handelt sich um ein Wandbaumaterial, das aus Wärmedämmstoffen, Mörtel und Bindemittel besteht. Die enthaltene Zellulose dient der Haftung und erhöht die Festigkeit. Methylcellulose Bei hoher Viskosität (ca. 10000 cP) liegt die Dosierung im Allgemeinen zwischen 2‰ und 3‰. Es wird eine Trockenpulvermischmethode angewendet.










