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Wie man die Qualität von RDP testet

09.04.2025

Redispergierbares Polymerpulver (RDP) ist ein Grundpfeiler moderner Baustoffe und verbessert Haftung, Flexibilität und Haltbarkeit von Mörteln, Fliesenklebern und Putzen. Minderwertiges RDP kann jedoch zu schwerwiegenden Schäden wie Delamination, Rissen oder verminderter Wasserbeständigkeit führen.

Wichtige Parameter zur Prüfung der RDP-Qualität

1. Physikalische Eigenschaften

  • Partikelgrößenverteilung
    Warum es wichtig istBeeinflusst die Dispergierbarkeit und die Filmbildung.
    Prüfverfahren: Laserbeugung (ISO 13320) oder Siebanalyse.
    Ideale Auswahl: 80–120 Mikrometer für die meisten Bauanwendungen.

  • Schüttdichte
    Warum es wichtig istBeeinträchtigt die Dosiergenauigkeit und die Konsistenz der Mischung.
    Prüfverfahren: ASTM B527 (volumetrische Messung).
    Ideale Auswahl: 400–600 kg/m³.

  • Restfeuchtegehalt
    Warum es wichtig istÜberschüssige Feuchtigkeit führt zu Verklumpungen und verkürzt die Haltbarkeit.
    Prüfverfahren: Karl-Fischer-Titration oder Ofentrocknung (ISO 787-2).
    Ideale Auswahl:

2. Chemische Zusammensetzung

  • Polymergehalt
    Warum es wichtig ist: Bestimmt die Bindungskapazität von RDP.
    Prüfverfahren: Thermogravimetrische Analyse (TGA) zur Messung des Verhältnisses von organischem zu anorganischem Gehalt.
    Ideale Auswahl: 90–99% Polymer (variiert je nach Typ).

  • Aschegehalt
    Warum es wichtig istHoher Aschegehalt (mineralische Füllstoffe) mindert die Leistung.
    Prüfverfahren: Verbrennung bei 1000°C (ISO 3451).
    Ideale Auswahl:

  • pH-Wert
    Warum es wichtig ist: Beeinträchtigt die Kompatibilität mit anderen Zusatzstoffen (z. B. Celluloseethern).
    PrüfverfahrenpH-Meter in 10%iger wässriger Lösung.
    Ideale Auswahl: 6,5–8,5.

3. Leistungsfähigkeit bei Mörtelanwendungen

  • Bindungsstärke
    Warum es wichtig istEntscheidend für die Haftung auf Untergründen.
    PrüfverfahrenEN 1348 (Fliesenkleber) oder ASTM C1583 (Reparaturmörtel).
    Ideales Ergebnis: >1,0 MPa für die meisten Anwendungen.

  • Biege- und Druckfestigkeit
    Warum es wichtig istGewährleistet die strukturelle Integrität.
    PrüfverfahrenEN 196-1 (Zementprüfung).

  • Wasserbeständigkeit
    Warum es wichtig ist: Verhindert Schwächung bei hoher Luftfeuchtigkeit.
    Prüfverfahren: Sieben Tage lang in Wasser eintauchen, anschließend Haftfestigkeitsprüfung.

  • Öffnungszeiten
    Warum es wichtig istLängere Offenzeit verbessert die Verarbeitbarkeit.
    Prüfverfahren: Mörtel in regelmäßigen Abständen auf den Untergrund auftragen und den Haftungsverlust messen.

Häufig gestellte Fragen

F: Kann ich die RDP-Qualität ohne Labor testen?
A: Einfache Tests wie die Wasserlöslichkeit (gutes RDP sollte sich leicht wieder auflösen lassen) und visuelle Kontrollen auf Klumpen/Farbkonsistenz können schnelle Erkenntnisse liefern.

F: Wie oft sollte RDP getestet werden?
A: Jede Charge sollte bei Erhalt und anschließend regelmäßig während der Lagerung geprüft werden (z. B. alle 6 Monate).

F: Bedeutet ein hoher Polymeranteil immer eine bessere RDP?
A: Nicht unbedingt. Entscheidender sind die Art des Polymers (z. B. VA/VeoVA vs. Acryl) und die Kompatibilität mit Ihrer Formulierung.